Was hat modernde Personal- und Führungskräfteentwicklung mit gesundem Mindset zu tun?
- Nadine Bamberger
- 7. Okt. 2020
- 2 Min. Lesezeit
In mittelständischen Unternehmen und insbesondere in Konzernen ist das Thema Personal- und Führungskräfteentwicklung in einer großen, qualitativ sehr unterschiedlichen Bandbreite etabliert. Für einige Unternehmer wird der "Faktor Mensch" immer mehr als erfolgskritisch wahrgenommen. Diese sehen in der Personalentwicklungsstrategie eine echte Chance, sich von der Konkurrenz abzuheben, insbesondere um dem Mangel an jungen Talenten und Nachwuchsführungskräften entgegen zu wirken. Junge Talente entscheiden sich immer häufiger für Unternehmen, die sich durch eine (vor-)gelebte Unternehmenskultur, selbst verantwortliche und kooperative Führungskräfte sowie flexible Arbeitsbedingungen und Arbeitsorte auszeichnen. Der Arbeitgeber soll Rahmenbedingungen schaffen, die individuellen Spielraum für die persönliche Entwicklung der Mitarbeiter und eine Beschäftigung mit ihren Interessen zulassen.
Jeder Mensch hat eigene innere Antriebe (Motive), bei deren Erfüllung persönliches Glück und Zufriedenheit empfunden werden. Dazu hat jeder erwachsene Mensch vererbte und durch seine Erfahrungen verinnerlichte Charaktereigenschaften, die seine Persönlichkeit ausmachen. Wenn diese Motive und Charaktereigenschaften in einer Rolle/Funktion im Unternehmen ausgelebt werden, brauchen Unternehmensvertreter keine Kontrolle auszuüben oder die Mitarbeiter zur Erbringung von Top-Leistungen unter Druck zu setzen.
Hand aufs Herz: Was haben Sie bisher in Ihrem Leben mit Kontrolle oder Druck erreicht? Wie gehen Sie selbst damit um, wenn Ihnen kein Vertrauen entgegengebracht wird? Und wieviel Prozent Ihres möglichen Potenzials geben Sie dann in Ihre Arbeit hinein?
Moderne Personal- und Führungskräfteentwicklung geht schon lange nicht mehr nach dem „Gießkannenprinzip“ vor und wiederlegt die veralteten Mottos: „Was für andere Unternehmen gut ist, ist auch für das eigene Unternehmen gut“, „Führung = Ordnung schaffen, Mitarbeiter in Spur bringen, Mitarbeiter müssen kontrolliert werden, damit sie Leistung bringen“, „ich tue immer das gleiche und erwarte eine Veränderung“, „viel hilft viel“ und zu guter letzt der wunderbare Satz, „Führungskräfte müssen führen und folgen“. Kennen Sie diese netten Aussagen? Ganz bestimmt, wenn sie eine klassische Maßnahme zur Führungskräfteentwicklung durchlaufen.
Ich plädiere für eine neue Sichtweise, ein neues Mindset. Ab sofort soll jeder Mitarbeiter, sobald er seine Füße über die Schwelle des Personaleingangs setzt, als vollständiger Mensch, d.h. mit menschlichen Stärken und Schwächen, authentisch und verbunden mit den individuellen Vorstellungen und Werten respektiert und geschätzt werden. Für manche Unternehmen ist das ein sehr steiniger, unbequemer Weg, aber, er wird sich sicherlich lohnen (auch in Zahlen)!
Dies wird nur mit Führungskräften funktionieren, die ihr Persönlichkeitsprofil verinnerlicht haben und mit sich im Reinen sind.
Eine solche Führungskraft ist in ihrer Kraft und sich ihrer wichtigen Vorbildfunktion im Unternehmen zu 100% bewusst. Sie begreift sich als mitwirkender Unternehmer im Unternehmen und führt das Team würdevoll, respektvoll und höchst individuell. Alle Mitarbeiter bilden zusammen ein in sich geschlossenes System und jeder Einzelne ist für die Erreichung der Unternehmensziele notwendig - von der Putzfrau bis zum Vorstand. Wenn die Personal- und Führungskräfteentwicklung so ausgerichtet wird, dass sich jeder Mitwirkende als selbstwirksam erlebt, sich als wichtiges Puzzlestück versteht und Kommunikation auf Augenhöhe gelebt wird, werden sich diese Unternehmen wirklich von der Masse abheben. Eine schnellere und qualitätsorientierte Zielerreichung sowie Nachhaltiges Wirtschaften wird ihnen sicher sein.
Ich grüße Sie von Herzen
Nadine Bamberger - Mindset Coach für kreative Veränderungsgestaltung
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